@irsign's blog


Air Berlin - Teil 1

Gestern kam im Dritten ein Bericht darüber, wie die Fluggesellschaft Air Berlin ihre Kunden verarscht. Ich selber habe selber leider auch schon die ein oder andere negative Erfahrung mit Air Berlin gemacht und möchte insbesondere die eine Geschichte hier mal erzählen.

Es war direkt vor Ostern 2003, als wir in London Stansted unseren Air Berlin Flieger verpassten, weil der doofe Stanstad Express (Zug) unterwegs liegen geblieben war. Das erste Drama begann damit, dass das Bodenpersonal am Flughafen in Stansted in Form einer englischen Air Berlin-Mitarbeiterin das ganze ziemlich kalt lies und sie uns partout keine Tickets für einen anderen Flug verkaufen wollte. Das einzige, was sie uns verkaufen wollte, waren Stand-By-Tickets. Das heißt, man kauft Tickets für ein Flugzeug, kommt aber nur dann auf den Flieger, wenn Platz ist.  Ob alle Flüge nun voll waren (am nächsten Morgen nach Paderborn oder in der Nacht nach Hamburg) konnte ich nun trotz meiner guten Englischkenntnisse nicht erfahren. Ein normales Ticket zu erwerben verwehrte sie uns. Während sie sich einfach weigerte uns 'normale' Flugtickets zu verkaufen und ich immer ungeduldiger wurde, weil es auf die Nacht zuging, verkaufte der Mann am Nachbarschalter ein Hamburgticket nach dem anderen. Als ich dann mehrfach zu dem anderen Schalter wechseln wollte (ich hatte nicht vor Ostern am Flughafen zu verbringen und alle 5 Std. mir ein Stand-By-Ticket zu kaufen, in der Hoffnung, dass ich irgendwannn wegkäme) wurde ich mehrfach angemacht, dass das nicht ginge. Als ich mich darüber hinwegsetzte und zu dem Mann ging, schnauzte sie rum, ich sollte zu ihr wiederkommen. Sie würde mir die Tickets jetzt verkaufen. Ich bin also schnell Geld ziehen gegangen (EC-Karte nahm sie nicht und Kreditkarte hatte ich damals nicht) und als ich wiederkam machte sie und machte sie hin und her. Da schrie der Mann am Nachbarschalter 'Hamburg-Tickets. Wer will noch Hamburg-Tickets?' (auf Englisch). Ich bin dann einfach rübergesprungen und habe sie mir geschnappt, trotz langer Proteste der unfreundlichen Dame, die auf einmal übrigens total gut Deutsch konnte!

Lange Rede kurzer Sinn. Wir sind mit der verspäteten Maschine nach Hamburg statt nach Dortmund geflogen. Im Flieger bat ich die wirkliche nette Stewardess nach unten zu funken, dass eine Autovermietung bitte noch für uns 'wach bleibt', damit wir auch zurückfahren konnten (unser Auto stand ja in Dortmund). Das hat sie auch getan und Europcar hat tatsächlich extra auf uns gewartet. So nahm der London-Trip ein gutes, wenn auch teures Ende.

Zurück in Deutschland hatte ich zwei Dinge vor: 1. Versuchen Geld vom Stanstead-Express zurückzubekommen für den verpassten Zug (das hatte der Schaffner allen versprochen. Wie ich jetzt weiß hat das nur dann Sinn auf Erfolg, wenn man so ein kombiniertes Zug+Flug+Ding bucht. Wir bekamen nur die Fahrtkosten des Zuges erstattet.) und 2. mich bei AirBerlin beschweren.

Ich begann mit der Beschwerde bei Air Berlin, denn ich brauchte ja noch eine Rechnung/Quittung über den Flug nach Hamburg. Den hatte ich nämlich nicht erhalten, nur eine Bordkarte. Das war alles. Ich schrieb also einen Brief an die Fluggesellschaft, in dem ich mich zum einen über das unverschämte Bodenpersonal beschwerte und zum anderen eine Quittung/Rechnung einforderte. Eine Woche später bekam ich einen vorgefertigtes unpersönliches Schreiben in dem sie mir mitteilten, dass ich leider keinen Anspruch auf Geld blablabla hätte. Mh. Komisch. Geld hatte ich von denen doch gar nicht verlangt?! Anscheinend war man zu faul meinen Brief zu lesen, also rief ich im Call-Center an. Am Apparat war eine freundliche junge Dame, der ich den ganzen Sermon nochmal erzählte. Sie war etwas verwirrt entschuldigte sich und guckte dann sofort im Computer nach und war alsbald noch verwirrter denn auf der besagten Passagierliste für den Hamburg-Flug standen wir gar nicht drauf. Nun hatte ich ja die Buchung der Europcar-Vermietung in Hamburg als Beleg und konnte nochmal drauf gucken, sonst hätte ich womöglich gedacht ich halluziniere, denn jetzt kommt's, laut ihrer Aussage waren wir definitiv nach Dortmund mitgeflogen. Daran bestünde kein Zweifel. 'Interessant!' dachte ich nur. Man stelle sich vor, die Maschine stürzt ab und es heißt xyz waren an Bord - waren sie aber gar nicht. Und was passiert mit dem Geld, dass wir am Schalter dagelassen haben? Da die Dame am Telefon mir nicht weiterhelfen konnte, schrieb ich noch einmal einen Brief an Air Berlin. Dieses Mal wesentlich unfreundlicher und am Ende des Briefes habe ich darauf hingewiesen, dass ich entweder eine Rechnung für den Flug nach Hamburg erhalte, damit ich das Geld beim Stanstead-Express eintreiben kann ODER ich die Flugsicherheitsbeörde informieren würde. Belege, dass ich nach Hamburg geflogen sei hätte ich durch die Anmietung des Autos. Was soll ich sagen? Zwei Tage später lag die Rechnung ohne ein weiteres Wort in unserem Briefkasten. Noch Fragen?

13.1.15 19:25

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