@irsign's blog


Mein ESC-Fazit

Alles wie immer beim ESC. Ein Lied für welches ich nicht gevoted hätte gewinnt (ich glaube ja am ehesten wegen dieser schönen Bühnen-Show) und meine Lieder gewinnen nicht. Deutschland schneidet schlecht ab und fragt sich wieso und mutmaßt schon wieder, dass alle sich gegen die verschworen haben, weil man 'uns' ja nicht mag.

Aber mal der Reihe nach. Gucken wir uns das alles mal genauer an:

Dieses Jahr haben zehn Länder fast alle Punkte abgesahnt, etwa 90 Prozent. Für den Rest blieb dann nicht mehr viel übrig. Wenn man sich anguckt, dass der Sieger weit über 300 Punkte hat und der 9. Platz immerhin noch 97 Punkte und dann der 10. Platz nur noch 53 Punkte hat, dann sagt das schon viel aus. D.h., dass zwischen dem 27. und dem 10. Platz gerade mal 50 Punkte liegen bei 40 Ländern die votiert haben. Ob man jetzt 20. mit 19 Punkten oder letzter mit 0 Punkten wird, ist dann meiner Meinung nach eher Zufall und hat nichts mit 'die mögen uns einfach alle nicht' zu tun. Das kann die Startreihenfolge sein oder auch ob man ein Nachbarland hat, indem die gleichen Musiker bekannt sind oder gar herkommen noch einen Punkt mehr kriegt.

Beispiel: Die meisten griechischen Sänger/innen (so wie die griechische Teilnehmerin gestern) sind gebürtige Zyprioten, klar, dass die aus ihrem Land Punkte bekommen. San Marino ist quasi ein Teil Italiens. Natürlich geben die Italien die volle Punktzahl. Alles andere wäre doch auch total bescheuert. In den ehemaligen Sowjetrepubliken wohnen viele Russen, natürlich rufen die für Russland an, machen die Deutschen auf Malle doch auch. Sowas entscheidet aber nicht über den Sieg, sondern nur über die Positionen unter 'ferner liefen'. Der Rest ist Glück / Zufall / Können / Nicht können. Waren der deutsche und österreichische Beitrag am Schlechtesten? Definitiv Nein. Waren sie eine Offenbarung? Nein? Blieben sie hängen? Leider auch nein. Das nett oder nicht so schlimm wie andere Beiträge nicht reicht, hat man oft genug im Halbfinale gesehen. Wenn man in jedem Land immer nur auf 11. oder 12. oder 13. gesetzt wird, kriegt man keine Punkte. Ein anderes Land wird vielleicht viel öfter schlechter gesetzt, hat aber das Glück aus ein bis zwei Ländern Punkte zu bekommen, vielleicht auch, weil da so viele Menschen aus dem eigenen Land wohnen. In Griechenland zum Beispiel leben ca. 1 Millionen Albaner, das ist gut 1/10 der Bevölkerung. Natürlich rufen die für Albanien an. Jurywertung hin- oder her, das gibt dann auch Punkte! Wer sich die genauen Bewertungen angucken möchte, kann das hier tun. Ich denke jedenfalls alle Verschwörungstheorien bezüglich 'wir kriegen nie Punkte, keiner mag uns' sind Quatsch, sonst wäre Russland mit dem Sympathieträger Nr. 1 (aka Putin) niemals 2. geworden. Und die haben eben auch bei der deutschen Jury (bestehend aus Nicht-Russen) gut abgeschnitten.

Was man wieder mal sieht ist, dass die Gewinner-Lieder sowohl in allen Ländern als auch bei Jury und Publikum gut ankommen müssen. Ob man dann auf 5 oder 15 landet, da entscheiden dann wohl doch die Jury. Auch wenn meine Lieder oft von Jurywertungen profitieren und dadurch viel besser abschnitten als sie es durch reines Telefonvoting täten, bin ich für die Abschaffung selbiger. Entweder ich gebe die Wertung komplett in die Hand sogenannter Experten oder ich mache einen Publikumsentscheid draus. Aber der derzeitige Mischmasch-Weg gefällt mir selber gar nicht. Warum sollen 5 Leute die Meinung von Millionen wieder aufheben? Deutschland findet das italienische Lied am besten, aber die Jury selbiges nicht und deshalb kommt eine völlig andere Punktevergabe raus.

Was ich persönlich auch nicht verstehe ist, wie die deutsche Jury angeblich unabhängig voneinander die Lettin (!) auf eins gesetzt hat. Interessanterweise aber auch erst im Finale. Vorher haben die nicht alle auf Platz eins gesehen. Ebenso fand die deutsche Jury im Halbfinale den schwedischen Beitrag meist eine Position schlechter als den norwegischen, das hat sich dann aber innerhalb eines Tages geändert. Zuviel durch die Medien geklickt oder zu viele Wettquoten geguckt? Ich weiß es nicht. Ich finde jedenfalls, dass der ESC komplett wieder in die Hände des Publikums gehört. Dafür nehme ich die Punkteschieberei auch gerne in Kauf.

Edit: Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass es dringend eines kürzeren Finales bedarf. Maximal 22 Teilnehmer sollte es geben, dazu muss man dann im Halbfinale einfach mehr rausschmeißen und eventuell auch mal den Freibrief für die Big5 in Frage stellen.

(P.S.: Das Schönste am ESC ist doch eh das gemeinsame Gucken! )

24.5.15 20:11, kommentieren

All time ESC-Favourites

Hier mal kurz meine All-Time-Favourite-ESC-Beiträge, welche leider meistens nicht gewonnen haben. Man sieht jedenfalls, dass in den letzten Jahren echt mal das ein oder andere wirklich gute Lied dabei war. In den 90ern hatte ich leider einige abstinente Jahre.

Türkei - Athena 'For real' (2004)

Norway - Morland & Debrah Scarlett 'Monster Like Me' (2015)

Norway - Carl Espen 'Silent Storm' (2014)

Niederlande - Anouk 'Birds' (2013)

Niederlande - The Common Linnets 'Calm After The Storm' (2014)

Österreich - Conchita Wurst 'Rise Like A Phoenix' (2014) 

Irland - Johnny Logan 'Hold me now' (1987)

Italien -Raphael Gualazzi 'Madness Of Love' (2011)

Urkaine - Verka Serduchka 'Dancing Lasha Tumbai' (2007)

Griechenland - Koza Mostra feat. Agathon Iakovidis - Alcohol Is Free (2013)

Schweden - ABBA 'Waterloo' (1973)

22.5.15 13:47, kommentieren

ESC2015

So. Endlich habe ich mich durch alle vier Eurovision-Songcheck-Sendungen auf eurovision.de durchgeguckt und kann meine ersten Eindrücke wiedergeben.

Also, erst einmal muss ich sagen, dass ich das Gefühl habe, dass sehr viele Solokünstlerinnen dabei sind, die so (Schrei-)Balladen singen (Spanien, Griechenland, Russland,...). Die können zwar zum Großteil wirklich singen, aber erstens ist das nicht so mein Geschmack und zweitens kann ich die jetzt nicht mal mehr auseinanderhalten.

Zum anderen sind (Dank Common Linnets) sehr viele Duos am Start, die sind aber zum Glück nicht alle schlecht.

Fangen wir mal an.

Mein Lieblingslied ist derzeit das aus Norwegen. Das Lied wird ebenfalls von einem Duo performed und es ist auch eine Ballade, aber vor allem mit der Wendung gegen Ende des Liedes gefällt es mir sehr, sehr gut. Außerdem fand ich das Duo aus Estland ganz okay und der Slowenische-Beitrag war eine ganz nette Adele-Kopie. Die Top 3 steht also erstmal für mich.

An was kann ich mich noch erinnern?

Auf jeden Fall an Finnland! PunkRock! Yeah! Musikalisch finde ich das Lied nicht so gut wie Norwegen (vor 20 Jahren hätte ich es geliebt), trotzdem drücke ich ihnen ganz, ganz doll die Daumen. Erstens wegen ihrer Geschichte, zweitens weil es nunmal Finnland ist und drittens weil es sich Glück auch abhebt vom Rest. Ich hoffe sehr, dass die einen guten Platz belegen. Problematisch finde ich, dass das Lied so kurz ist. Mir ist aufgefallen, dass das Lied vor allen Dingen durch mehrmaliges Hören enorm gewinnt.

Was blieb noch hängen? Ach ja, Italien. Denen werden große Chancen bei den Buchmachern eingeräumt. Das Lied kommt sehr balladig und dramatisch her und ist sicherlich kein Lied, was ich mir kaufen würde, trotzdem kann ich mit dem Lied gut leben, wird es doch von drei jungen, feschen Italienern vorgetragen und vor allen Dingen wird es auf italienisch gesungen, da klingt doch einfach alles gleich gut.

Ganz großer Favorit bei den Buchmachern ist derzeit leider Schweden. Schweden ist ja ein tolles Land, das Lied ist aber so gar nicht meins. Es kommt aber bei den jungen Leuten sicher gut an.

Australien, das haben die meisten mitbekommen, ist ausnahmsweise auch mal dabei und zwar mit einer gute Laune Nummer. Ganz okay, aber sicher keine Offenbarung. Ich denke sie schaffen es locker in die Top 10 (was sie auch verdient hätten), während ich die Chancen der Gastgeber aus Österreich gar nicht einschätzen kann. Die sind einer jungen Band und einem Coldplay-Cover-Lied am Start, das nur mal so am Rande.

Mal gucken wie ich das alles in 3 Wochen sehe.

Also. Merken:

Norwegen

Slowenien, Estland

Finnland

Italien, Australien

(Eigentlich will ich das Norwegen vor Finnland und Italien gewinnt, egal wie ich die Lieder finde. )

 

 

3 Kommentare 1.5.15 21:00, kommentieren

Air Berlin - Teil 1

Gestern kam im Dritten ein Bericht darüber, wie die Fluggesellschaft Air Berlin ihre Kunden verarscht. Ich selber habe selber leider auch schon die ein oder andere negative Erfahrung mit Air Berlin gemacht und möchte insbesondere die eine Geschichte hier mal erzählen.

Es war direkt vor Ostern 2003, als wir in London Stansted unseren Air Berlin Flieger verpassten, weil der doofe Stanstad Express (Zug) unterwegs liegen geblieben war. Das erste Drama begann damit, dass das Bodenpersonal am Flughafen in Stansted in Form einer englischen Air Berlin-Mitarbeiterin das ganze ziemlich kalt lies und sie uns partout keine Tickets für einen anderen Flug verkaufen wollte. Das einzige, was sie uns verkaufen wollte, waren Stand-By-Tickets. Das heißt, man kauft Tickets für ein Flugzeug, kommt aber nur dann auf den Flieger, wenn Platz ist.  Ob alle Flüge nun voll waren (am nächsten Morgen nach Paderborn oder in der Nacht nach Hamburg) konnte ich nun trotz meiner guten Englischkenntnisse nicht erfahren. Ein normales Ticket zu erwerben verwehrte sie uns. Während sie sich einfach weigerte uns 'normale' Flugtickets zu verkaufen und ich immer ungeduldiger wurde, weil es auf die Nacht zuging, verkaufte der Mann am Nachbarschalter ein Hamburgticket nach dem anderen. Als ich dann mehrfach zu dem anderen Schalter wechseln wollte (ich hatte nicht vor Ostern am Flughafen zu verbringen und alle 5 Std. mir ein Stand-By-Ticket zu kaufen, in der Hoffnung, dass ich irgendwannn wegkäme) wurde ich mehrfach angemacht, dass das nicht ginge. Als ich mich darüber hinwegsetzte und zu dem Mann ging, schnauzte sie rum, ich sollte zu ihr wiederkommen. Sie würde mir die Tickets jetzt verkaufen. Ich bin also schnell Geld ziehen gegangen (EC-Karte nahm sie nicht und Kreditkarte hatte ich damals nicht) und als ich wiederkam machte sie und machte sie hin und her. Da schrie der Mann am Nachbarschalter 'Hamburg-Tickets. Wer will noch Hamburg-Tickets?' (auf Englisch). Ich bin dann einfach rübergesprungen und habe sie mir geschnappt, trotz langer Proteste der unfreundlichen Dame, die auf einmal übrigens total gut Deutsch konnte!

Lange Rede kurzer Sinn. Wir sind mit der verspäteten Maschine nach Hamburg statt nach Dortmund geflogen. Im Flieger bat ich die wirkliche nette Stewardess nach unten zu funken, dass eine Autovermietung bitte noch für uns 'wach bleibt', damit wir auch zurückfahren konnten (unser Auto stand ja in Dortmund). Das hat sie auch getan und Europcar hat tatsächlich extra auf uns gewartet. So nahm der London-Trip ein gutes, wenn auch teures Ende.

Zurück in Deutschland hatte ich zwei Dinge vor: 1. Versuchen Geld vom Stanstead-Express zurückzubekommen für den verpassten Zug (das hatte der Schaffner allen versprochen. Wie ich jetzt weiß hat das nur dann Sinn auf Erfolg, wenn man so ein kombiniertes Zug+Flug+Ding bucht. Wir bekamen nur die Fahrtkosten des Zuges erstattet.) und 2. mich bei AirBerlin beschweren.

Ich begann mit der Beschwerde bei Air Berlin, denn ich brauchte ja noch eine Rechnung/Quittung über den Flug nach Hamburg. Den hatte ich nämlich nicht erhalten, nur eine Bordkarte. Das war alles. Ich schrieb also einen Brief an die Fluggesellschaft, in dem ich mich zum einen über das unverschämte Bodenpersonal beschwerte und zum anderen eine Quittung/Rechnung einforderte. Eine Woche später bekam ich einen vorgefertigtes unpersönliches Schreiben in dem sie mir mitteilten, dass ich leider keinen Anspruch auf Geld blablabla hätte. Mh. Komisch. Geld hatte ich von denen doch gar nicht verlangt?! Anscheinend war man zu faul meinen Brief zu lesen, also rief ich im Call-Center an. Am Apparat war eine freundliche junge Dame, der ich den ganzen Sermon nochmal erzählte. Sie war etwas verwirrt entschuldigte sich und guckte dann sofort im Computer nach und war alsbald noch verwirrter denn auf der besagten Passagierliste für den Hamburg-Flug standen wir gar nicht drauf. Nun hatte ich ja die Buchung der Europcar-Vermietung in Hamburg als Beleg und konnte nochmal drauf gucken, sonst hätte ich womöglich gedacht ich halluziniere, denn jetzt kommt's, laut ihrer Aussage waren wir definitiv nach Dortmund mitgeflogen. Daran bestünde kein Zweifel. 'Interessant!' dachte ich nur. Man stelle sich vor, die Maschine stürzt ab und es heißt xyz waren an Bord - waren sie aber gar nicht. Und was passiert mit dem Geld, dass wir am Schalter dagelassen haben? Da die Dame am Telefon mir nicht weiterhelfen konnte, schrieb ich noch einmal einen Brief an Air Berlin. Dieses Mal wesentlich unfreundlicher und am Ende des Briefes habe ich darauf hingewiesen, dass ich entweder eine Rechnung für den Flug nach Hamburg erhalte, damit ich das Geld beim Stanstead-Express eintreiben kann ODER ich die Flugsicherheitsbeörde informieren würde. Belege, dass ich nach Hamburg geflogen sei hätte ich durch die Anmietung des Autos. Was soll ich sagen? Zwei Tage später lag die Rechnung ohne ein weiteres Wort in unserem Briefkasten. Noch Fragen?

13.1.15 19:25, kommentieren

Wolke 7

Und ich schließe die Augen vor all diesen Fragen,
weil es schwer ist die Zweifel, auf den Schultern zu tragen
also schließe ich die Augen, um an etwas zu glauben...
und das Leben zu lieben, hier auf Wolke 7


Wolke 7

1 Kommentar 20.11.14 20:16, kommentieren

M.S.P. oder Neue Bands braucht das Land nicht

Im Mai war ich nach vielen Jahren mal wieder auf einem Manic Street Preachers Konzert (das lag nicht an mir, sondern an der nicht vorhandenen Deutschland-Tour). Auf dem Konzert in der Kölner Live Music Hall wurden damals auch Lieder aus dem kommenden (jetzt schon erschienenen) neuen Album 'Futurology' gespielt, die mir super gefielen. Nun, mit zwei Monaten Verspätung (Danke an den Zoll) ist meine Special Edition endlich auch eingetroffen und ich finde die neue Platte über die Maßen gut. Klar gab es in den letzten Jahren auch mal Alben die 'nur' gut waren, aber mit diesem Album haben sie mal wieder einen vorgelegt. So lange es die Manics gibt brauche ich mich nach neuen Bands nicht umzuhören.

Walk me to the bridge

Europa geht durch mich

2 Kommentare 21.9.14 13:52, kommentieren

He's gone


Egal ob ernst, lustig oder spannend. Robin Williams konnte alles und ich habe ihn in all seinen Rollen geliebt. Zu Teenager-Zeiten gab es die berühmten Freunde/Poesie-Bücher. Bei Lieblingsschauspieler stand dort immer Robin Williams und bei den Lieblingsfilmen tauchten immer seine Filme, insbesondere Club der toten Dichter, auf. Noch heute muss ich an diesen Film denken, wenn ich z.B. Ethan Hawke oder Robert Sean Leonard sehe oder das Wort Shakespeare nur fällt. Von Carle Diem oder Oh Captain my Captain mal ganz zu schweigen. Ich glaube so wie mir ging es vielen Ende der 80er.

Ja, es gab auch Filme, die ich mir nicht angeguckt habe. Z.B. Hook, Nachts im Museum oder Jumanji. Aber die Liste der Filme, die ich gerade WEGEN ihm geguckt und geliebt habe, ist umso länger.
Goog Morning Vietnam, Club der toten Dichter, König der Fischer, Zeit des Erwachens, Good Will Hunting
Schatten der Vergangenheit, Insomnia, One Hour Photo
Mrs Doubtfire, 9 Months, The Birdcage, Mork vom Ork
Egal ob spannend, albern oder ernst. Er konnte alles. Auf der Leinwand. Danke und Nano Nano.


He's gone

Hier noch ein treffender Artikel zu Club der toten Dichter:
http://m.spiegel.de/kultur/tv/a-985724.html

2 Kommentare 12.8.14 14:17, kommentieren


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